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Karl Heinrich Ulrichs gewürdigt

Am 11. Juli 2018 wurde auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz im Stuttgarter Süden eine Gedenk-Stele für den "ersten Vorkämpfer" der homosexuellen Gleichberechtigung feierlich eingeweiht.

Am 14. Juli 2015 wurde der Dreiecksplatz im Stuttgarter Süden feierlich nach Karl Heinrich Ulrichs benannt. Drei Jahre später kam nun eine Stele hinzu, welche über den Juristen seine Verdienste als "erster Vorkämpfer" für die Gleichstellung homosexueller Menschen informiert.

Am 11.07.2018 enthüllten Bürgermeister Fabian Mayer, Beatrice Olgun-Lichtenberg aus der Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart gemeinsam mit Christoph Michl, dem Geschäftsführer des CSD-Vereins die gut sichtbare Würdigung des Juristen und seiner Verdienste als "erster Vorkämpfer" für die Gleichstellung homosexueller Menschen feierlich. Die IG CSD Stuttgart e.V., der gemeinnützige Trägerverein des Christopher Street Day (CSD)-Kulturfestivals, hat die Patenschaft für die neue Ulrichs-Stele übernommen.

Umrahmt wurde die Zeremonie durch eine beeindruckend-emotionale Performance junger Menschen unter dem Titel "Rede, rede! Oder sei gerichtet." mit Original-Zitaten von Karl Heinrich Ulrichs. Zudem werden Ideen für eine Zukunftswerkstatt für den Platz gesammelt.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die die Benennung des Platzes, die neue Stele und das wunderbar passende Programm ermöglicht haben.

Wer einen Besuch wagen möchte, der Dreiecksplatz (Google Maps) befindet sich an der Kreuzung von Lehen- und Filderstraße, gegenüber des Theater Rampe.

  • Stuttgarter Zeitung: Ein revolutionärer Denker ist Namenspatron für den Ulrichs-Platz
  • stuttgart.de: Bürgermeister Dr. Mayer hat Gedenktafel für Karl Heinrich Ulrichs enthüllt
  • queer.de: Stuttgart würdigt den ersten und alle LGBTI-Aktivisten

Einweihung der Gedenk-Stele auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz

 

Gedenk-Stele für Karl Heinrich Ulrichs in Stuttgart

Text der Gedenktafel

Karl Heinrich Ulrichs gilt als erster bekannter Vorkämpfer für die Gleichstellung von homosexuellen Menschen. * 28. August 1825 in Kirchdorf (Aurich), † 14. Juli 1895 in L'Aquila (Italien).

Aufgrund seiner Homosexualität wurde Ulrichs denunziert und erhielt 1858 ein Berufsverbot. Er veröffentlichte insgesamt zwölf Schriften unter dem Titel "Forschungen über das Rätsel der mannmännlichen Liebe", die teilweise verboten wurden.

Von 1870 bis 1880 lebte Ulrichs in Stuttgart, zuerst in der Lindenstraße 10 (heute Kienestraße), dann seit 1872 in der Silberburgstraße 102. In seinen hier verfassten Schriften ging er von einer natürlichen, nicht krankhaften Veranlagung aus und forderte die Straflosigkeit homosexueller Handlungen. Seine öffentliche Forderung löste im Jahr 1867 auf dem deutschen Juristentag in München heftige Tumulte aus.

Am 14. Juli 2015 wurde der Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz aus Anlass seines 120. Todestages feierlich benannt. Diese Ehrung setzt ein Zeichen für Vielfalt und Respekt in einem weltoffenen Stuttgart.


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