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  • Christopher Street Day (CSD) Stuttgart

Forderungen und Erwartungen

50 Jahre nach den Stonewall Inn-Revolten ist bereits Vieles im zähen Ringen erkämpft worden. Diese Errungenschaften für Gleichberechtigung, Teilhabe, Akzeptanz und Vielfalt gilt es mutig zu verteidigen. Gleichzeitig braucht es an vielen Stellen nach wie vor Mut, um Freiheit für Alle zu erreichen.

Das Christopher Street Day-Festival steht 2019 in Stuttgart unter dem Motto "Mut zur Freiheit". Die Freiheit verlangt dabei nach der Umsetzung drängender Ziele, die es mutig anzugehen gilt:

  • Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität bzw. Orientierung ergänzen und insgesamt die Fokussierung auf Geschlecht als binäres Konstrukt überwinden

  • Modernes Transsexuellen-Gesetz und Personenstandsrecht, um Fremdbestimmung zu unterbinden

  • Verbot von geschlechtsangleichenden Eingriffen bei intersexuellen Menschen ohne deren ausdrückliche Zustimmung

  • Abstammungsrecht modernisieren, um Regenbogenfamilien zu stärken

  • Selbstverständliche Akzeptanz in den Herzen und Köpfen der Menschen

  • Sichtbarkeit/Repräsentation der vielfältigen Lebensrealitäten: im Alltag, am Arbeitsplatz, in Medien, in der Freizeit, in Politik/Verwaltung etc.

  • Vielfalt über eine inklusive Sprache sichtbar machen

  • Bundesweiten Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie auflegen

  • Gewalttaten gegen LSBTTIQ statistisch erfassen, Hassverbrechen ahnden

  • Verbot von Konversionstherapien zur „Heilung“ von LSBTTIQ

  • Beratungsangebote von der/für die Regenbogen-Community ausbauen

  • Förderung der Beiträge von LSBTTIQ zur Kultur

  • Coming Out positiv begleiten – in Familie, Freundeskreis, Freizeit und am Arbeitsplatz

  • Ehrenamtliche Strukturen und Selbsthilfe fördern – ideell wie finanziell

  • Adäquate Räume für die Arbeit/Vernetzung der Community schaffen

  • Gesellschaftliche Vielfalt bei der Besetzung von Gremien beachten, z.B. im Rundfunkrat oder in Ausschüssen in Stadt und Land etc.

  • Landesaktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ langfristig absi- chern und Maßnahmen gegen Diskriminierung konsequent umsetzen

  • Lebensrealitäten in Bildungsplänen verankern, Bestehendes fort- schreiben und Bildungsarbeit mit Jugendlichen fördern

  • Lehrkräfte im wertschätzenden Umgang mit Vielfalt sensibilisieren

  • Diskriminierungsfreie Rehabilitierung der nach § 175 StGB Verurteilten und Verfolgten

  • Aufarbeitung der Verfolgungs-/Emanzipationsgeschichte, besonders mit Blick auf lesbische und bisexuelle Frauen sowie transsexuelle und intersexuelle Menschen

  • Blutspende für homo- und bisexuelle Männer ohne Jahreskarenz

  • Den vom Europaparlament beschlossenen Lunacek-Bericht zur Bekämpfung von Homo-/Transphobie gegen Diskriminierung umsetzen

  • Eindeutige Regelungen für „sichere Herkunftsländer“ mit Blick auf LSBTTIQ-Geflüchtete unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse bei Unterbringung und Betreuung

  • Für die weltweite Wahrung der Menschenrechte in internationalen Beziehungen sowie in der Entwicklungshilfe eintreten

Diese Auswahl an wichtigen Freiheiten hat keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Insgesamt gehen uns als Regenbogen-Community die großen und kleinen Fragen der Politik ebenso an wie alle Menschen im Land. Schließlich sind wir Teil dieser Gesellschaft. Allerdings kommen für uns meist weitere Aspekte hinzu, die nicht übergangen werden dürfen: Von der Familienplanung über Eheglück, Beruf und Alltag, Gewalt und Diskriminierung, Inklusion und Teilhabe, Alter und Pflege, Identität und Gemeinschaft, Fluchtursachen und Integrationsbemühungen bis hin zu Erinnerungskultur und Zukunftsängsten reicht das Kaleidoskop gesellschaftlicher Aspekte, wo unsere Perspektive einzubringen und deren Berücksichtigung vehement einzufordern ist.

Dabei darf unser Blickwinkel nicht nur auf uns selbst gerichtet sein. Wir müssen der Wirklichkeit auch jenseits der geografischen Grenzen unseres Landes und Kontinents entgegen sehen. In einem geeinten Europa darf es nicht nur um Flüchtlingskontingente, Wirtschaftsinteressen und Datenschutz gehen. Vielfalt und Gleichberechtigung müssen in allen Mitgliedsstaaten selbstverständliche Realität werden. Deutschland selbst und die europäische Wertegemeinschaft als Ganzes muss sich zudem stark machen für die, die auf der Welt von ihrer Gemeinschaft bisher vergessen oder ausgegrenzt sind: Die LSBTTIQ in jenen Ländern, wo immer noch brachiale Diskriminierung, gesetzliche Verfolgung, rohe Gewalt oder gar die Todesstrafe drohen.

 

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Wichtige Termine

06. Juli - CSD-Jubiläumsempfang

12. Juli - CSD-Rathausempfang

19. Juli - CSD-Eröffnungsgala

27. Juli - CSD-Polit-Parade

27. Juli - CSD-Kundgebung

27. / 28. Juli - CSD-Hocketse

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