fbpx

Podiumsdiskussion: 'Vergessene Opfergruppen'

Kategorie
Diskussion & Politik
Datum
03.07.2018 18:30 - 20:30
Veranstaltungsort
Stadtpalais - Museum für Stuttgart - Konrad-Adenauer-Straße 2
70173 Stuttgart, Deutschland

Podiumsgespräch „Vergessene“ Opfergruppen in der deutschen Erinnerung nach 1945“: Es gibt zahlreiche Gruppen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, gedemütigt, eingesperrt, ermordet wurden, die aber im Erinnerungs- und Gedenkdiskurs der Bundesrepublik Deutschland bis über die Jahrtausendwende hinaus keinen Platz hatten. Dazu zählen u.a. Sinti und Roma, die Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation, homosexuelle Männer, sozial unangepasste Menschen wie Landfahrer, Obdachlose, Arbeitslose, die sich dem Zugriff der Arbeitsverwaltung und der Unternehmen entzogen, politische Oppositionelle jenseits des liberalen bürgerlichen Spektrums, Kriegsgefangene aus der UdSSR, ZwangsarbeiterInnen aus den besetzten europäischen Ländern und hier vor allem aus Osteuropa und der UdSSR, Deserteure und wehrdienstverweigernde Zeugen Jehovas, Mitglieder von Widerstandsgruppen in den besetzten Ländern, z.B. auch Partisanen, Jugendliche, die sich der offiziell verordneten Kultur widersetzten, in Polen geraubte „arisch“ aussehende Kinder, die zwangsweise an linientreue deutsche Familien „verschenkt“ wurden. Sie sollen im Rahmen der o.g. Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht zu Wort kommen.

In einem kurzen Einführungsvortrag wird Wolf Ritscher das breite Spektrum der Opfergruppen und die Gründe für den ungleichen Umgang skizzieren. Danach werden in einem von ihm moderierten Panel exemplarisch drei RepräsentantInnen zu Wort kommen, um ihre Perspektive und die ihrer Gruppe darzustellen. Anschließend werden die ZuhörerInnen mit einbezogen, damit Personen, die einer bestimmten Opfergruppe verbunden sind, sich entsprechend einbringen können.

Moderation und Einführung: Prof. Dr. Wolf Ritscher, eine Veranstaltung der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, www.hotelsilber.de
Dr. Wolf Ritscher, Prof. em. an der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, bis 2017, Mitglied im Stiftungsrat der Internationalen Jugendbegegnungsstätte, Oswiecim/Auschwitz, Geschäftsführer des Vereins „Lebenswerk Käthe Loewenthal“, Mitglied in der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber“. Gebärdendolmetscherin anwesend.

Eintritt: frei.

 
 

Alle Daten

  • 03.07.2018 18:30 - 20:30


Kontakt

Fragen, Anregungen oder Hinweise rund um die gemeinnützige Arbeit der IG CSD Stuttgart e.V. können gerne über das nachfolgende Onlineformular übermittelt werden. Je nach Art des Anliegens bemühen sich Vorstand, Geschäftsführung sowie Organisationsteam möglichst rasch um eine Antwort.

CSD-Verein auf einen Blick

Name: IG CSD Stuttgart e.V.

Postadresse: Weißenburgstraße 28a, 70180 Stuttgart

Geschäftsstelle: Lazarettstraße 6, 70182 Stuttgart • Termine nach Vereinbarung

Telefon: 0711 40053030

E-Mail: verein@csd-stuttgart.de

Gründung: 23.01.2001

Vereinsregister: VR 6575

Geschäftsjahr: 01.01. bis 31.12.

Vorstand: Marc Arnold • Detlef Raasch • Brigitte Weigel

Geschäftsführung: Christoph Michl

Mitglieder: 434

Jahresbeiträge: 15, 30, 60 oder 120 Euro – Paare: 20 oder 90 Euro

Budget: ca. 300.000 Euro pro Jahr

Versammlungen: mehrmals im Jahr

Search