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Grosser Wirbel um das Eagle

Schock zum Jahresbeginn: Der Traditionstreff des Stuttgarter Lederclubs, das Eagle, ist von den Behörden schon seit jeher als "Billiardcafé" und nicht als Fetisch-Location genehmigt. Dies hat direkte Folgen für den Weiterbetrieb des Lokals. Die holprige Staffelstab-Übergabe vom bisherigen Betreiber Heinz Stöffler auf Rolf Steinacker schlug hohe Wellen und löste überregionale Empörung aus.

 
Insbesondere auf Social Media-Plattformen wurde schnell der Homophobie-Hammer gegen die Landeshauptstadt und die Genehmigungsbehörde geschwungen - zu Unrecht, wie man bei nüchterner Betrachtung der Faktenlage feststellen muss: Denn niemand hat sich in dieser Sache mit Ruhm bekleckert; weder die Community noch die Stadt. Die einen feierten in der Mozartstraße jahrelang im schlicht nicht genehmigten Rahmen beziehungsweise Darkroom, die anderen kassierten fleißig Vergnügungssteuer für etwas, das es im Eagle eigentlich gar nicht geben durfte.
 
Rolf Steinacker, als neuer Eagle-Betreiber, und CSD-Geschäftsführer Christoph Michl haben die Situation und Gemengelage im Interview mit dem Hamburger PINK Channel sortiert. Das Gespräch steht zum Nachhören bereit: 

Rolf Steinacker

Christoph Michl

  
Nach dem Aufruhr um das Eagle ist für den CSD Stuttgart klar, dass wir ganz grundsätzlich über die Schutzräume unserer Community sprechen müssen. Räume wie das Eagle, aber auch Saunen, Begegnungszentren, kulturelle Treffs oder spezielle Buchläden sind wichtig! Dazu werden wir über den städtischen Arbeitskreis LSBTTIQ und gemeinsam mit der Stadtverwaltung sowie der Politik ins Gespräch kommen. Bis dahin gilt für uns alle: Runter vom Sofa und rein in die Szene.

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