Solidarität mit dem Istanbul Pride

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Solidaritätskampagne mit dem Istanbul Pride (Türkei)

Der erste "Pride March" in der türkischen Stadt Istanbul fand 2003 statt. Unterstützt von den Gezi-Park-Demonstrant_innen und einer erstaunlich wohlwollenden Berichterstattung in den Medien, lockte er zehn Jahre später fast 100.000 Menschen auf die Straßen. Die Demonstration wurde zu einem wichtigen Symbol der Sichtbarkeit und Wertschätzung der LSBTTIQ-Community in der Türkei. Zugleich setzte der Istanbul Pride ein leuchtendes Zeichen der Vielfalt, das weit in den Nahen und Mittleren Osten wirkte.

Viele Jahre verlief der Marsch friedlich. Doch die politische und gesellschaftliche Situation in der Türkei ist im Umbruch. Das bekommen lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen (LSBTTIQ) zu spüren. Seit 2015 wird der "Pride March" immer wieder von der Polizei brutal mit Tränengas, Gummigeschossen und Verhaftungen zerschlagen. Die Bilder der prügelnden Staatsmacht und von flüchtenden Demonstrant_innen gingen um die Welt.

Türkei: Solidarität mit dem Istanbul PrideJournalist_innen, die die Emanzipationsbewegung in der Türkei unterstützt haben, landen im Gefängnis oder im Exil. Für die Regenbogen-Community am Bosporus gibt es nahezu keine demokratischen Grundrechte mehr. Veranstaltungen werden mit dem Verweis auf die "öffentliche Sicherheit und die Moral" verboten, wie beispielsweise die von der deutschen Botschaft in Ankara mit organisierten LSBTTIQ-Filmtage im November 2017.

Gleichwohl planen Aktivist_innen auch 2018 ihren Protest auf die Straßen Istanbuls zu bringen. Stärker als ihre Angst vor Repressionen ist ihre Wut über vom Staat nicht verfolgte gewaltsame Übergriffe und Unterdrückung jedweder Art. In den vergangenen acht Jahren sind in der Türkei über 40 Menschen allein aufgrund ihres Geschlechts (Transsexualität) ermordet worden. Das Motto "Expedition WIR" des Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart soll gerade auch den Blick über den eigenen Tellerrand und in andere Länder schärfen. "Wir werden die Not, das Leid, die Angst und den Mut unserer Brüder und Schwestern in der Türkei immer wieder öffentlich zum Thema machen," so Christoph Michl, Geschäftsführer der IG CSD Stuttgart e.V. Er macht deutlich: "Wir rufen zur Solidarität mit dem Istanbul Pride auf und wollen von hier aus aktiv unterstützen."

Zivilcourage vor Ort gegen Hass und Gewalt unterstützen

Für die "Expedition WIR" am Bosporus sollen finanzielle Mittel gesammelt werden, um die Öffentlichkeitsarbeit des Pride Istanbul Komitees und der Aktivist_innen von SPoD zu unterstützen. SPoD steht für "Sosyal Politikalar, Cinsiyet Kimliği ve Cinsel Yönelim Çalışmaları Derneği" (Sozialpolitik, Geschlechtsidentität & Vereinigung für sexuelle Orientierung). Als Teil der Pride-Bewegung setzt sich SPoD vor Ort für Gleichberechtigung sowie Menschenrechte ein und führt seit Dezember 2015 wöchentliche Treffen in Arabisch für syrische LSBTTIQ-Flüchtlinge in Istanbul durch: www.spod.org.tr.

Spenden können online auf www.betterplace.org/p62106 oder mit dem Stichwort "Pride Istanbul" auf das Konto des Weissenburg e.V. (IBAN: DE71 6005 0101 0002 4552 06) getätigt werden. Die Spendenaktion läuft bis 31.07.2018.

Die Solidaritätskampagne wird gemeinsam getragen von der IG CSD Stuttgart e.V., dem LSBTTIQ-Zentrum Weissenburg e.V., dem LSVD Baden-Württemberg e.V., dem Sportverein Abseitz e.V., der AG Vielfalt der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. und Kings Club-Besitzerin sowie Bundesverdienstkreuz-Trägerin Laura Halding-Hoppenheit.

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www.betterplace.org/p62106

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Solidaritätskampagne mit dem Istanbul Pride (Türkei)